Mehr Sicherheit beim Joggen

Dieser Blogbeitrag widmet sich dem Thema joggen und spazieren. Seit März 2020 war sportliche Betätigung indoor kaum bis gar nicht möglich, sodass auch ich begonnen habe  zu laufen. Aber auch abseits von Lockdown & Co macht es vielen Freude, zu joggen oder einfach nur in der Natur spazieren zu gehen. Beim Recherchieren im Internet zu diesem Thema stieß ich auch immer wieder auf Berichte über Überfälle auf Jogger und Joggerinnen.

Ich lebe eher ländlich und bin oft joggen oder mit meinem kleinen Hund spazieren. Oft sehe ich dabei keine Menschenseele, manchmal ist es auch schon dunkel oder nur schwach beleuchtet. Angst habe ich keine, ich halte mich einfach an meine eigenen Tipps 😊 Ich achte auf Sichtbarkeit, dass ich alles mitbekomme und niemand hinter mir geht. In diesem Beitrag habe ich einige Tipps zusammengestellt, die helfen sollen, dass ihr euch sicher(er) fühlt.

  1. Habe ein Auge auf deine Umgebung. Damit meine ich, dass du einfach zumindest am Rande wahrnehmen solltest, was rund um dich herum passiert – höre also zum Beispiel nicht laute Musik mit Ohrhörern. Ich weiß, dass das beim laufen motivierend ist, aber es übertönt einfach die Umgebungsgeräusche. Im Sommer 2020 las ich einen Bericht *) von einer Joggerin, der sich jemand von hinten näherte und ihr eine Tüte über den Kopf ziehen wollte. Sie lief mit Ohrhörern und hat den Angreifer nicht bemerkt. Bist du in einer belebten Straße unterwegs, gilt das natürlich nicht. Ich höre mir gerne Podcasts an, wenn ich mit meinem Hund unterwegs bin. Ich tue dies aber über die Lautsprecher meines Handys.
  2. Teile deine Laufroute nicht auf Social Media. Auch das wird gerne getan. Ich weiß gar nicht, von wie vielen fremden Menschen ich schon weiß, in welcher Gegend sie wohnen. Teile sie zumindest nicht öffentlich, sodass nicht jeder sehen kann, wo du unterwegs bist. Und, falls du es regelmäßig tust, dann auch weiß, wann du nicht zu Hause bist.
  3. Am besten gehst oder joggst du zu zweit, oder gibst einer Person Bescheid, wo du bist. Zumindest bei einer längeren Wanderung.
  4. Bei manchen Handys kann man mit einer bestimmten Tastenkombination eine Nachricht an einen Notfallkontakt senden, inklusive Sprachnachricht und einem Foto der Haupt- und Frontkamera. Bei meinem Android Smartphone musste ich dies erst aktivieren und einen Notfallkontakt (mehrere sind auch möglich) festlegen. Auch bei iPhones gibt es eine ähnliche Funktion. Mache dich mit dieser Funktion vertraut und aktiviere sie.
  5. Wenn du dich sicherer fühlst, dann nimm Selbstverteidigungstools mit. Manche empfehlen das, ich persönlich trage keine bei mir.
  6. Im Winter wird es sehr früh und vor allem schnell finster. Schau, dass du sichtbar bist und rüste dich mit Lichtern oder Reflektoren aus. Beliebt sind auch Stirnlampen. Seit mich auf einer Runde mit meinem Hund die Dunkelheit an einem unbeleuchteten Weg überrascht hat, trage ich ebenfalls eine Beleuchtung bei mir.
  7. Wenn dir jemand beim Joggen entgegenkommt, dreh dich kurz um, wenn er an dir vorbeigelaufen ist. Nur um zu checken, ob die Person auch weiterläuft – und nicht vielleicht umdreht und dir folgt.
  8. Wenn jemand die ganze Zeit hinter dir läuft und dir das unangenehm ist, dann mache einen Schritt zur Seite. Bleib stehen und lass die Person vorbeilaufen.
  9. Vorsicht bei Hundebegegnungen. Auch hierzu gab es schon Zeitungsberichte über Vorfälle mit Joggern, und auch mir ist es schon 2x passiert: Ich war unterwegs, als mir ein großer Hund entgegenkam. Es war einmal ein Akita, und einmal ein Schäferhund. Weit und breit kein Mensch – sie waren von zu Hause ausgerissen. Ich gebe zu, da wurde mir mulmig. Es ist aber zum Glück nichts passiert. In solchen Fällen ist wichtig, Ruhe zu bewahren, den Hund nicht anzustarren oder zu berühren. Gehe einfach in großem Bogen an ihm vorbei. Und: nicht weglaufen. Hunde haben einen Jagdinstinkt und sind sowieso schneller.

Diese Tipps sollen keine Angst machen, sondern dir einen Plan an die Hand geben, wie du in bestimmten Situationen reagieren könntest – oder in manche gar nicht erst hineingerätst.

*) Quelle lt. Artikel: Polizeipräsidium München

Fotos: Canva